Zimmerer- Ein Beruf mit Tradition

Ich bin Zimmerer

Der Beruf des Zimmerers ist einer der ältesten Berufe im Handwerk und das Wissen wurde schon in der Bronzezeit zum Bau von Holzhütten angewandt.
Vor etwa 1000 Jahren entwickelte sich der heutige Zimmererberuf, der mit dem Fachwerksbau im Mittelalter seine Blütezeit erlebte.
In dieser Zeit entstanden die so genannten „Zünfte“.
Die Zimmerer organisierten sich in diesen Zünften nach für alle Mitglieder geltenden Regeln. Diese Zünfte gibt es heute nicht mehr, auch die Art der Holzbearbeitung hat sich durch die modernen Maschinen verändert.
Aber viele alte Gepflogenheiten aus dem Mittelalter sind erhalten geblieben.

Hier wollen wir Ihnen einige dieser Traditionen vorstellen.

  • Kluft
  • Walz
  • Richtfest

Kluft

Zu einem richtig zünftigen Zimmerer gehört die passende Kleidung, Kluft genannt. Auch diese Kluft ist bestimmten Regeln unterworfen.

  • Hut

    ZimmererhutDer Zimmerer trägt meist einen breitkrempigen Schlapphut, aber auch eine Melone oder einen Zylinder. Der Hut war vor allem ein Zeichen des freien Mannes. Im Mittelalter war das keine Selbstverständlichkeit. Vor der Wanderschaft wurde ein Geselle deshalb  „ frei“ gesprochen.

  • Tracht

    ZimmermanstrachtDie Tracht besteht aus einem weißen Hemd ohne Kragen der so genannten „Staude“. Darüber wird eine schwarze Weste mit 8 Perlmuttknöpfen getragen. Die Zahl 8 wegen der täglichen 8 Arbeitsstunden. Die Perlmuttknöpfe werden so angenäht, dass das Garn ein „Z“ ergibt. Den Abschluss bildet eine dazu passende Jacke, ebenfalls mit Perlmuttknöpfen. Aber dieses Mal nur 6 Stück, die die 6 Arbeitstage darstellen. Dazu kommt noch die Hose. Eine richtig „zünftige“ Zimmermannshose hat einen Schlag von 65 cm. Es gibt sie aber auch ohne Schlag oder mit 100 cm Schlag. Die Hose hat zwei Reißverschlüsse. Das stammt noch aus der Tradition der Schiffszimmermänner. Die Schuhe müssen schwarz sein.
    www.z-wie-zimmerer.de/kord-klub/i-love-my-kluft/

  • SchmuckOhrring

    Zur traditionellen Zimmererkluft gehört ein goldener Ohrring im linken Ohr. Der musste damals so viel wert sein, dass ein Begräbnis bezahlt werden konnte. Verhielt sich ein Zimmermann nicht seinem Stand entsprechend, wurde ihm der Ohrring nach unten ausgerissen. So entstand  die Bezeichnung „Schlitzohr“

Walz

Walz Die bekannteste Tradition des Zimmererhandwerks ist die Walz Die Gesellen begeben sich nach der Ausbildung auf Wanderschaft, in der sie ihrem Heimatort nicht näher als 50 km kommen dürfen. Früher war die Walz die Voraussetzung für einen Gesellen um Meister werden zu können. Für die Gesellen waren früher die Zünfte die Anlaufstellen um sich weiter zu bilden und Erfahrung zu sammeln. In der heutigen Zeit gehen nur noch wenige Zimmerergesellen auf Wanderschaft. In ihrer Kluft sind die Zimmerleute mindestens 2 Jahre und höchstens 3 Jahre unterwegs und suchen Arbeit bei vielen verschiedenen Zimmereibetrieben. Die Entlohnung für die geleistete Arbeit ist Verpflegung und Unterkunft. Die Walz ist eine einmalige und freiwillige Gelegenheit für jeden Zimmerergesellen, die Welt zu entdecken und unvergessliche Momente zu erleben.

Richtfest

RichtfestDas Richtfest ist ein weit verbreiteter Brauch die Fertigstellung des Rohbaus zu feiern. Es ist ein Dank an die Handwerker und wird vom Bauherren ausgerichtet Dazu wird ein Richtbaum oder eine Richtkrone am First des Hauses angebracht. Der Zimmerermeister spricht seinen Richtspruch und wirft 3 Gläser gefüllt mit Wein auf den Boden. Der Richtspruch soll Glück und Segen bringen und das Haus sowie die darin lebende Familie schützen.

Hier ein Richtspruch:
Wir wollen gratulieren, gerichtet ist das Haus,
hat Fenster und hat Türen, und sieht gar stattlich aus.

Der Maurer hat’s gemauert, der Zimmerer überdacht;
doch dass es hält und dauert, das steht in Gottes Macht.

Schützt auch das Dach vor Regen, die Mauer vor dem Wind,
so ist doch allerwegen, an Gott allein gelegen, ob wir geborgen sind.

Was ist Tradition

“ Die Pflege von Traditionen ist nicht einfach ein stures Festhalten an
Altem 
– es ist nicht das Aufbewahren von Asche, sondern das
Aufrechterhalten einer Flamme.“

Altbausanierung – was ist das genau?

Altbausanierung kann vieles sein.

Entweder es wird ein altes Haus Innen wieder auf den neuesten Stand gebracht, wie zum Beispiel mit

  • einem neuen BadAltbausanierung
  • neuen Böden
  • neuen Türen
  • neuen Wänden
  • neuen Fenstern

Oder man saniert ein wirklich altes Haus von Grund auf.

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen einmal zeigen, wie ein altes Holzhaus wieder „auf Vordermann“ gebracht wird durch Altbausanierung vom Fachmann.

Altbausanierung

Dieses Massivholzhaus steht in  in der Nähe von Passau und wurde von uns komplett saniert.
Das Haus war absolut unbewohnbar und sollte in ein  Atelier und Studio umgebaut werden.
Auch sollte es auf den neuesten Stand der Energieeinsparverordnung gebracht werden.

1. Dacherneuerung

Als erstes wurde das marode Dach abgebaut und fachgerecht entsorgt. Der neue Dachstuhl wurde im heimischen Betrieb vorgefertigt und auf der Baustelle aufgestellt.
Das Dach wurde gedämmt und wieder neu eingedeckt.

2. Außendämmung

Die nächsten Arbeiten waren das Anbringen der Außendämmung. Dabei wurde Holzfaser zur Dämmung verwendet. Auch der Anbau wurde mit gedämmt.

3. Außenschalung

Nachdem die neuen Fenster eingebaut wurden, haben wir das komplette Haus mit Lärchenbrettern als gestürzte Schalung verschalt.

4. Innenausbau

Nachdem Außen die restlichen Feinarbeiten und der Rückbau des Gerüstes erledigt waren ging es Innen mit dem Ausbau weiter.

Im Dachgeschoß wurden die noch vorhanden Balken abgeschliffen und saniert.  Der Bodenbelag wurde erneuert und die Innenwände mit Fichtenbrettern verschalt. Im Erdgeschoß wurde ebenfalls der Bodenbelag erneuert und die Wände neu verputzt.

Wir als Fachmann für Altbausanierung haben mit Fachwissen und viel Liebe zum Detail aus einem verwahrlosten Haus ein richtiges Schmuckstück gemacht. Wir bedanken uns bei der Familie Baehr für diesen tollen Auftrag. So geht Altbausanierung vom Fachmann.

Das klassische Satteldach

Satteldach: Der Klassiker in unseren Breiten

Satteldach

Dieser Artikel ist Teil der Serie „Verschiedene Dachformen, wer die Wahl hat, hat die Qual?“

Das klassische Satteldach, man nennt es auch Giebeldach, ist die am häufigste in unseren Breiten anzutreffende Dachform.
Die spitz zulaufende Dachform hat sich über Jahrhunderte bewährt, sie ist zuverlässig, praktisch und preiswert.

Das Dach besteht aus zwei entgegengesetzt geneigten Dachflächen, die an der höchsten, waagerechten Stelle, dem Dachfirst, aufeinandertreffen.

Wenn Kinder ein Haus malen, dann malen sie fast immer ein Haus mit Satteldach.

Das Satteldach ist eine der ältesten Form der Dachkonstruktion und hat auch die verschiedensten Trends des 20. und 21. Jahunderts überlebt.

Verschiedene Arten des Satteldaches

Dieses Dach kann als Sparrendach oder als Pfettendach ausgeführt werden.

Sparrendachdachstuhl3

Das Sparrendach ist ein Dachgerüst, das sich aus Sparrendreiecken, also jeweils zwei Dachsparren und mindestens einem Balken (Bundbalken) zusammensetzt.

PfettendachPfettendach

Beim Pfettendach liegen die Dachsparren auf den waagerechten Balken, den Pfetten. Es gibt eine Firstpfette, eine Fußpfette und eventuell eine Mittelpfette, doi durch Pfosten abgestütz werden, damit sie sich nicht durchbiegen.

Wegen des einfachen baulichen Aufbaus des Dachs und der große Stabilität ist auch heute noch das Satteldach eines der am weitesten verbreitete Dachform. Auch das Regenwasser kann aufgrund der meist steilen Dachneigung gut abfließen.

Verschiedene Dachneigungen

Abhängig vom Dachwinkel haben Satteldächer unterschiedliche Bezeichnungen:

  • Flaches Satteldach mit einer Dachneigung unter 30°
  • Winkeldach oder Neudeutsches Dach ab 45° Dachneigung
  • Gothisches Dach oder Altdeutsches Dach mit einer Dachneigung ab 62°
  • Altfränkischen Dach oder Altfranzösischen Dach mit einer Dachneigung von 60° (Gleichseitigkeit des Dachs)
Steiles Satteldach

Steiles Satteldach

Flaches Satteldach

Flaches Satteldach

Für einen Dachausbau sollte eine Dachneigung zwischen 38° und 45° Dachneigung gewählt werden, denn dann biete das Satteldach ausreichend Platz für einen Dachgeschossausbau.

Vor- und Nachteile der Satteldächer

Vorteile des Satteldaches

  • preisgünstig.
  • vielseitig Gestaltung möglich
  • relativ einfach zum konstruieren
  • beständig gegen Witterung.
  • für PV-Anlagen gut geeignet

Nachteile des Satteldaches

  • wenig Stellfläche durch Dachschrägen
  • bei flachen Satteldächern tritt ein Wohnraumverlust auf
  • Belichtungsmöglichkeit nur durch Dachfenster und Giebelfenster
  • keine Dachbegrünung möglich

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie “ Die verschiedensten Dachformen“.

Dachformen- wer die Wahl hat, hat die Qual?

So muss es nicht sein.

DachJeder Bauherr hat gewisse Vorstellungen wie sein Haus, wie die Dachform seines Hauses, aussehen soll. Aber nicht jeder Wunsch ist realisierbar. Viele Hürden warten auf den Bauherren bevor er mit dem Hausbau beginnen kann.

Wer bestimmt die Daschform?

Als erstes bestimmt maßgeblich das örtliche Bauamt die Form des Daches. Oftmals sind die Dachformen eines Hauses in einem Bebauungsplan festgelegt. Hier wird aufgezeigt wie das Ortsbild oder die Siedlung auszusehen hat. Somit entscheidet oftmals nicht der Bauherr sondern die Baubehörde über das Aussehnen eines Daches.

Was ist entscheidend für die Dachform?

SatteldachEin wichtiger Faktor für die Dachform sind darüber hinaus auch das regionale Klima und die Witterungsverhältnisse. Denn in regenreichen Gebieten empfiehlt sich eine steilere Dachkonstruktion, damit das Wasser schnell abfließen kann. In schneereicheren Regionen ist ein flacheres Dach wieder von Vorteil, um das Abrutschen die Schneemassen  vom  Dach zu minimieren.

Das Dach ist nicht nur für den Gesamteindruck des Hauses entscheidend, es kann auch für verschiedenste andere Bereiche genutzt werden:

  •  um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen
  • als Fläche zum Einbau einer Photovoltaikanlage
  • zur Dachbegrünung

In ländlichen Gegenden findet man eher die klassischen Dachformen, im Stadtbereich überwiegen teilweise moderne Dächer.
Im Moment sind Toskanahäuser und Flachbauten das absolute “Must Have“.
So sind auch Dachformen immer abhängig vom zeitlichen und örtlichen Trend.

Satteldach, Pultdach oder Flachdach

Die Dachform eines Hauses hat nicht nur ästhetische, sondern auch preisliche und praktische Vor- und Nachteile.

Welche Dachformen es gibt es und welche Vor- und Nachteile diese haben, möchten wir Ihnen in unserer Serie „ Die verschiedensten Dachformen“ gerne aufzeigen.

Zimmerei Bachmeyer wünscht frohe Ostern

Ostern feiern wir Christen die Auferstehung Jesus Christus, der nach dem Neuen Testament den Tod überwunden hat.
Nach einer 40-tägigen Fastenzeit wird der Ostersonntag mit vielerlei Bräuchen begangen.

Osterbräuche

  • Zu den bekanntesten Bräuchen gehört der Osterhase, der für die Kinder die bunt bemalten Ostereier oder Osternester mit Süßigkeiten versteckt.
  • Ostern6Ein anderer, weit verbreiteter Brauch ist, Zweige in Vasen oder Bäume im Garten
    mit bunten Ostereiern zu schmücken.
  • Vor Ostern wird auch viel gebacken. Bei uns gibt es das Osterbrot, ein Brot aus
    Hefeteig und das Osterlampe (Osterlamm).
  • OsterbrunnenIn Ortenburg wurden in diesem Jahr zum ersten Mal einer unserer schönen
    Marktbrunnen mit fast 1000 bunten Eiern geschmückt.
  •  In der evangelischen Kirchengemeinde Ortenburg gibt es nach der Osternacht
    das gemeinsame Oster-frühstück im Gemeindehaus. Hier treffen sich Jung und Alt.

Osterkerze

Diese große Kerze aus gebleichtem Bienenwachs, wird zu Beginn der Osternachtfeier am Osterfeuer bereitet, geweiht und entzündet.

Welche Osterbräuche gibt es bei Ihnen?

Wir, Ihre Zimmerei Bachmeyer, wünschen Ihnen ein frohes Osterfest.

Frohe Ostern