Das klassische Satteldach

Satteldach: Der Klassiker in unseren Breiten

Satteldach

Dieser Artikel ist Teil der Serie „Verschiedene Dachformen, wer die Wahl hat, hat die Qual?“

Das klassische Satteldach, man nennt es auch Giebeldach, ist die am häufigste in unseren Breiten anzutreffende Dachform.
Die spitz zulaufende Dachform hat sich über Jahrhunderte bewährt, sie ist zuverlässig, praktisch und preiswert.

Das Dach besteht aus zwei entgegengesetzt geneigten Dachflächen, die an der höchsten, waagerechten Stelle, dem Dachfirst, aufeinandertreffen.

Wenn Kinder ein Haus malen, dann malen sie fast immer ein Haus mit Satteldach.

Das Satteldach ist eine der ältesten Form der Dachkonstruktion und hat auch die verschiedensten Trends des 20. und 21. Jahunderts überlebt.

Verschiedene Arten des Satteldaches

Dieses Dach kann als Sparrendach oder als Pfettendach ausgeführt werden.

Sparrendachdachstuhl3

Das Sparrendach ist ein Dachgerüst, das sich aus Sparrendreiecken, also jeweils zwei Dachsparren und mindestens einem Balken (Bundbalken) zusammensetzt.

PfettendachPfettendach

Beim Pfettendach liegen die Dachsparren auf den waagerechten Balken, den Pfetten. Es gibt eine Firstpfette, eine Fußpfette und eventuell eine Mittelpfette, doi durch Pfosten abgestütz werden, damit sie sich nicht durchbiegen.

Wegen des einfachen baulichen Aufbaus des Dachs und der große Stabilität ist auch heute noch das Satteldach eines der am weitesten verbreitete Dachform. Auch das Regenwasser kann aufgrund der meist steilen Dachneigung gut abfließen.

Verschiedene Dachneigungen

Abhängig vom Dachwinkel haben Satteldächer unterschiedliche Bezeichnungen:

  • Flaches Satteldach mit einer Dachneigung unter 30°
  • Winkeldach oder Neudeutsches Dach ab 45° Dachneigung
  • Gothisches Dach oder Altdeutsches Dach mit einer Dachneigung ab 62°
  • Altfränkischen Dach oder Altfranzösischen Dach mit einer Dachneigung von 60° (Gleichseitigkeit des Dachs)
Steiles Satteldach

Steiles Satteldach

Flaches Satteldach

Flaches Satteldach

Für einen Dachausbau sollte eine Dachneigung zwischen 38° und 45° Dachneigung gewählt werden, denn dann biete das Satteldach ausreichend Platz für einen Dachgeschossausbau.

Vor- und Nachteile der Satteldächer

Vorteile des Satteldaches

  • preisgünstig.
  • vielseitig Gestaltung möglich
  • relativ einfach zum konstruieren
  • beständig gegen Witterung.
  • für PV-Anlagen gut geeignet

Nachteile des Satteldaches

  • wenig Stellfläche durch Dachschrägen
  • bei flachen Satteldächern tritt ein Wohnraumverlust auf
  • Belichtungsmöglichkeit nur durch Dachfenster und Giebelfenster
  • keine Dachbegrünung möglich

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie “ Die verschiedensten Dachformen“.